Das Projekt Gesundheitsmonitoring in Rheinland-Pfalz

Ziel des Projektes Gesundheitsminitoring Rind Rheinland-Pfalz (GM Rind RLP) ist es die Tiergesundheit und Nutzungsdauer der rheinlandpfälzischen Milchkühe zu verbessern. Damit einhergehend soll auch das Herdenmanagement optimiert werden. Langfristiges Ziel ist auch die Schätzung von Gesundheitszuchtwerten und die Implementierung dieser in der Holstein Zuchtwertschätzung. Dazu wurde gemeinsam mit verschiedenen Projektpartnern ein System zur Erfassung und Auswertung von Gesundheitsdaten von Milchkühen aufgebaut. Gefördert wurde das Projekt durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau bis 2018. Seit 2019 wird das Projekt unter unserer Führung fortgesetzt.

Die Projektbetriebe leisten mit der Erfassung von Gesundheitsdaten auf ihren Milchviehbetrieben den Grundstein für die Erarbeitung von Gesundheitszuchtwerten und Gesundheitsberichten und damit wertvolle Projektarbeit.

Da das Gesundheitsmonitoring Rind die Kriterien der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" erfüllt, wird es mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe unterstützt.

So funktioniert`s

Durch die genaue Dokumentation aller Gesundheitsdaten können Schwachstellen im Bestand aufgedeckt und durch geeignete Gegenmaßnahmen die Tiergesundheit nachhaltig verbessert werden.

Bei Erkennen einer Erkrankung durch den Landwirt oder der Diagnosestellung durch einen Tierarzt, erfasst der Landwirt dies im Herdeninformationssystem NETRIND auf seinem Smartphone oder PC. Dieses Programm wird den Betrieben vom Projekt zur Verfügung gestellt. Auch bereits vorhandene Herdenmanagementsysteme können, sofern sie zur Diagnoseerfassung geeignet sind, für das Projekt genutzt werden.

Zu jedem Tier entsteht so eine Gesundheitsakte in der alle Diagnosen von Geburt bís zum Abgang des Tieres archiviert sind. Auf Herdenebene werden die Diagnosedaten ausgewertet und aufbereitet und geben den Landwirten in Form von Quartalsberichten einen fundierten Überblick des Gesundheitsgeschehens. Dieser enthält auch einen externen Betriebsvergleich in dem sich die Landwirte mit anderen Betrieben anonym vergleichen können. Auch Tierärzte und Berater können nach Einverständniserklärung des Landwirtes den Quartalsbericht erhalten. So können sie gemeinsam mit Projektteam und Landwirt vorherrschende Schwachstellen aufdecken und diesen entgegen steuern.

Die erfassten Daten bieten noch einen weiteren Nutzen. Das Rechenzentrum VIT in Verden errechnet aus allen Diagnosedaten der Rasse Deutsche Holstein Gesundheitszuchtwerte. Dabei fließen in die Auswertung auch Daten aus weiteren Gesundheitsmonitoring Projekten aus Deutschland ein. Bereits heute stehen die inoffiziellen Zuchtwerte den Projektbetrieben zur Verfügung.

Ihr Nutzen

  • Auswertung zur Tiergesundheit in Form von Gesundheitsdaten
    - bieten eine gute Übersicht über Erkrankungshäufigkeiten
    - leichteres Erkennen von Bestandsproblemen
    - Hilfestellung für Selektionsentscheidungen
  • Gezielte Pophylaxemaßnahmen mithilfe von Aktionslisten
  • Beratung und Hilfestellung zum Management der Herde
  • Einordnug des Betriebes durch Vergleich zu anderen Betrieben
  • Kostenersparnis durch Krankheitsvorsorge

Anmeldung zum Projekt

Am Projekt Gesundheitsmonitoring Rind können alle rheinland-pfälzischen Milchviehbetriebe teilnehmen, die der Milchleistungsprüfung angeschlossen sind und über einen Internetzugang verfügen.

Die Teilnahme am Projekt ist kostenfrei

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