Kosten Roboter-Milchleistungsprüfung

Die Milchleistungsprüfung mit Melkrobotern unterscheidet sich grundsätzlich im Ablauf von der herkömmlichen Milchleistungsprüfung nach der Standardmethode A4.

Bei der ersten Milchleistungsprüfung mit dem Roboter ist der LKV-Melktechnikspezialberater als Fachmann auf dem Gebiet der automatischen Melksysteme grundsätzlich anwesend mit dem Monteur oder dem Herdenmanagementberater zur Justierung der richtigen Milchmengenmessung. Dem LKV-Mitglied wird das Verfahren der Milchkontrolle und die Erstellung der ADIS- Datei erklärt. Für diesen Prozess werden durchschnittlich min. 3 Stunden veranschlagt.

Nach der ersten Milchkontrolle wenden sich immer mal wieder Landwirte an das Labor oder den Melktechnikspezialberater wegen unvollständiger Daten, leerer Flaschen, saurer Milchproben, wodurch für diese Betriebe weitere Arbeitszeit gebunden wird.

Der Arbeitsumfang des örtlichen LKV-Kontrollangestellten ist bei der Robotermilchkontrolle deutlich geringer als bei der A4-Standardmethode.

Dem gegenüber entsteht dem LKV ein deutlich höherer Aufwand durch:

  • Fahrten und Fahrtzeit einer wöchentlichen Sammeltour für Milchproben, da der höhere Probenumfang oft nicht über den Transport mit dem Milchsammelwagen abgedeckt werden kann,
  • die Anpassung der Software zur Verarbeitung der Daten und deren ständige Aktualisierung,
  • Vorhaltung von zusätzlichen Probenahmekisten, Probeflaschen und Konservierungsmitteln,
  • entscheidend höherer Aufwand im LKV-Labor, da je Kuh im Landesdurchschnitt 2,8 Proben untersucht werden. 

Der LKV-Vorstand hat sich in seiner Sitzung vom 28. August 2012 mit einem detaillierten Kostenvergleich zwischen der Standardmethode A4 und der Robotermilchkontrolle befasst. Im Ergebnis kommen beide Methoden für den LKV zu nahezu gleichen Kosten.

Eine Differenzierung des Beitrages zwischen der Standard-MLP und der Roboterkontrolle ist deshalb nach der Beratung des Vorstandes auch für die Zukunft nicht vorgesehen.

 

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